TWE
TWE Bahnbetriebs GmbH


Geschichte der TWE

Zur Historie

Die ersten deutschen Bahnen verdanken ihr Entstehen privater Initiative. Aufgrund verschiedenster politischer Überlegungen wurden diese Bahnen bis zur Jahrhundertwende nach und nach verstaatlicht. Ende des 19. Jahrhunderts befand sich der größte Teil der deutschen Bahnen in staatlichem Besitz.

Doch erkannte der Gesetzgeber zu diesem Zeitpunkt, dass auch den Nebenbahnen eine wichtige Funktion in der Erschließung der Fläche zukam. Um abseits Bahnmagistralen die Regionen erfolgreich anzubinden, waren sehr wirtschaftliche Lösungen gefordert. Mit dem Erlass des preußischen Kleinbahngesetzes im Jahr 1892 wurde die Grundlage geschaffen, Bahnen wesentlich rationeller betreiben zu können.

14 Monate nach der Gründung der Gesellschaft wurde bereits der erste Streckenabschnitt eröffnet.

Der Eisenbahnbau nahm nun einen starken Aufschwung. Als Gründer traten vor allem finanzkräftige Privatunternehmen hervor. Auch im östlichen Münsterland wurde seitens der Wirtschaft und der Kommunen zunehmend der Wunsch nach einer Bahnanbindung laut. Nachdem 1895 ein erster Anlauf aufgrund politischer Streitereien gescheitert war, wurde 1897 das seinerzeit äußerst aktive Bahnbauunternehmen Vering & Waechter mit dem Bau der TWE-Strecke betraut.Am 19. April 1899 erteilte „Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen“ die Bau- und Betriebskonzession. Am 17. Juni wurde im Hotel Kaiserhof in Münster die Teutoburger Wald-Eisenbahn-Aktiengesellschaft mit einem Stammkapital von 5 Millionen Mark gegründet. Ende August 1899 nahmen die ersten Baukolonnen ihre Arbeit auf. Die Eröffnung des ersten Teilabschnittes Gütersloh – Laer erfolgte am 1. November 1900.

  • 19. April 1899 Erteilung der Bau- und Betriebskonzession durch das Ministerium

  • 17. Juni 1899 Gründung der Aktiengesellschaft im Hotel Kaiserhof in Münster

  • 1. November 1900 Eröffnung Gütersloh–Laer (32,1 km)

  • 19. Juli 1901 Eröffnung Laer–Ibbenbüren (35,9 km)

  • 19. Juli 1901 Eröffnung Brochterbeck–Hafen Saerbeck (7,2 km)

  • 19. April 1903 Eröffnung Gütersloh–Hövelhof (24,6 km)

  • 1. Januar 1916 Allgemeine Deutsche Eisenbahn- Betriebsgesellschaft (ADEBG) übernimmt Betriebsführung

  • 17. August 1925 Inbetriebnahme des verlegten Bahnhofs Gütersloh Nord

  • 1935 Erster Triebwagen ersetzt schwach ausgelastete Dampfzüge

  • 23. März 1945 Schwerster Luftangriff auf die TWE, große Teile des Bahnhofs Gütersloh Nord werden zerstört

  • 1. April 1945 Einstellung des Zugverkehrs

  • 24. Mai 1945 Erste öffentliche Züge nach dem 2.Weltkrieg

  • 1. August 1945 Deutsche Eisenbahn-Gesellschaft übernimmt Betriebsführung

  • 1. Juni 1950 Erste Buskonzession Riesenbeck–Ibbenbüren

  • 1966 Erster Einsatz eigener Busse

  • 2. Februar 1967 Inbetriebnahme der Strecke nach Harsewinkel West und des Verladebahnhofs der Firma Claas

  • 1968 Verkauf der Personenverkehrskonzessionen an die Verkehrsbetriebe Kreis Tecklenburg - Übernahme der Autoverkehr „Emsland“ in Rheda

    25. Mai 1968 Einstellung Schienenpersonennahverkehr (SPNV) Ibbenbüren–Versmold

  • 1971 Einführung Stadtverkehr Rheda-Wiedenbrück

  • 21. Mai 1977 Einstellung SPNV Versmold–Gütersloh

  • 1. Oktober 1978 Einstellung SPNV Hövelhof–Gütersloh

  • 1995 Fertigstellung Busbetriebshof Rheda-Wiedenbrück

  • 28. Juli 1998 Einweihung des Terminals für kombinierten Ladungsverkehr in Gütersloh

  • 1999 Streckenabschnitt Harsewinkel–Gütersloh –Verl wird zur Reaktivierung für den Personenverkehr in den Nahverkehrsplan NRW aufgenommen

  • 12. August 2000 Die TWE tritt mit der Marke Connex auf

  • 1. Januar 2003 Ausgliederung des Bahnbetriebs in die TWE Bahnbetriebs GmbH


Die TWE ist seit ihrer Gründung bis heute ein privatwirtschaftliches Unternehmen.

Zuletzt aktualisiert 18.09.2007